Der Lehrstuhl vergibt Masterarbeiten (Diplomarbeiten) im Bereich der empirischen Wirtschaftsforschung, die entweder mit oder ohne eigenständige empirische Untersuchung erstellt werden können. Masterarbeiten (Diplomarbeiten) können direkt am Lehrstuhl oder mit unseren Praxispartnern erstellt werden.

Die derzeit angebotenen Masterarbeitsthemen (Diplomarbeitsthemen) finden Sie unten mit Ansprechperson aufgelistet. Nach Absprache kann Einstiegsliteratur angegeben werden. Es ist ebenfalls möglich, Abschlussarbeiten zu eigenen Themenvorschlägen zu erstellen. In diesem Fall wenden Sie sich zur Absprache an einen Lehrstuhlmitarbeiter oder eine Lehrstuhlmitarbeiterin.

Ablauf
Formvorgaben
Themenlisten

 

Ablauf:

Die Masterarbeit (Diplomarbeit) kann zu jedem Zeitpunkt begonnen werden.

Typischer Ablauf der Masterarbeit (Diplomarbeit):

  •  Kontaktaufnahme
  •  Vorgespräch
  •  Themenfestlegung und -anmeldung
  •  Diskussion der Gliederung
  •  Seminar (2/3 der Bearbeitungszeit): mündlicher Vortrag des Arbeitsstandes
  •  Abgabe spätestens nach 6 Monaten

 

Formvorgaben:

Die Masterarbeit (Diplomarbeit) hat einen Umfang von ca. 50 (60) Textseiten, d.h. ohne Abbildungen und Tabellen.

Die Arbeit ist in zwei Exemplaren beim Prüfungsamt abzugeben, zusätzlich einmal in elektronischer Form. Weitergehende Informationen entnehmen Sie bitte der Masterprüfungsordnung (Diplomprüfungsordnung).

Die Masterarbeit (Diplomarbeit) kann in deutscher oder englischer Sprache (nach Absprache) geschrieben werden.

Hier finden Sie genaue Formvorgaben zur Erstellung einer Masterarbeit (Diplomarbeit)

Zwei Formatvorlagen stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung:

Titelblatt Masterarbeit
Eidesstattliche Versicherung

 

Themenlisten

Bitte beachten Sie die Einteilung in literaturgestützte und empirische Arbeiten.

 

Literaturgestützte Arbeiten:

 

Empirische Arbeiten

Thema

Betreuer

Dekompositionsanalyse der Entwicklung von Erwerbseinkommen in Deutschland

Dem Beispiel von nach Juhn / Murphy / Pierce (JPE 1993) folgend sollen die Determinanten der Einkommensentwicklung in Deutschland analysiert werden.

Prof. Regina Riphahn, Ph.D.

 Fluktuation und Mitarbeiterbeteiligung am Ertrag und Kapital

Ein Argument zugunsten von Mitarbeiterbeteiligung ist es, dadurch die für Unternehmen oft kostenträchtige Mitarbeiterfluktuation zu reduzieren. Mit Hilfe von Informationen aus mehreren Wellen des IAB-Betriebspanels soll geprüft werden, ob diese Strategie Erfolg versprechend ist.

Bellmann (IAB)

The relationship between age at school entry and educational success: an empirical analysis

This thesis focuses on the relationship between a child's age at school entry and its educational success later in life. This thesis starts with an overview of the international literature on the topic. The aim is perform an empirical analysis for Germany by using data from the German Socio-Economic Panel (SOEP).

Dr. Kamila Cygan-Rehm

Rückkehr zur Erwerbstätigkeit nach der Geburt

Die Erwerbstätigkeit von Frauen ist in den letzten vier Jahrzehnten erheblich angestiegen, typischerweise unterbrechen Frauen weiterhin ihre Karrieren nach der Geburt eines Kindes. Diese Arbeit verwendet mehrere Wellen des GSOEPs und soll herausstellen, welche Faktoren die Rückkehr in die Erwerbstätigkeit nach Geburt eines Kindes beeinflussen. Unter anderem  soll auch auf Unterschiede in Bezug auf die Wahl zwischen Teil- und Vollzeitarbeit, sowie auf den Zeitpunkt der Rückkehr,  eingegangen werden.

Dr. Daniel Kühnle

Eine Dekompositionsanalyse des Lohndiff
erentials zwischen Männern und Frauen in Deutschland

Bei der Oaxaca-Blinder Dekomposition des Lohndi
erentials bedingen die meisten Studien auf erklärende Variablen, die sich aus der Theorie des Humankapitals ableiten, einschliesslich der Berufsgruppe. Dadurch entsteht jedoch ein Selektionsproblem, da die Wahl der Berufsgruppe endogen ist. Die Dekompositionsmethode von Brown, Moon und Zoloth (1980) erweitert die Methode von Oaxaca und Blinder und modelliert zusätzlich die Selektion in verschiedene Berufsgruppen. Dadurch lässt sich bestimmen, zu welchen Anteilen die relativen Lohnunterschiede zwischen Männern und Frauen innerhalb derselben Berufsgruppe entstehen, oder inwiefern Männer und Frauen aufgrund von unterschiedlichen Präferenzen in unterschiedlichen Berufsgruppen, mit unterschiedlichen Gehaltsstrukturen, arbeiten. Diese Arbeit soll unter Verwendung des SOEPs diese Methode anwenden.

Dr. Daniel Kühnle

Je mehr, desto besser? Der Effekt von Familiengröße auf Kinderentwicklung.

Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels strebt die Deutsche Familienpolitik durch verschiedene familienpolitische Leistungen eine Erhöhung der Geburtenrate an. Wie jedoch wirkt sich eine Vergrößerung der Familie durch ein zusätzliches Kind auf die kindliche Entwicklung aus? Die Arbeit setzt sich mit dem kausalen Zusammenhang von Familiengröße und der kindlichen Entwicklung, wie z.B. Bildung, auseinander. Dabei sollte die Arbeit sich kritisch mit ausgewählten theoretischen Modellen, der empirischen Literatur, sowie den gewählten Schätzverfahren eingehen.

Dr. Daniel Kühnle

Eine empirische Analyse des Lohneffektes von Überqualifizierung mit Daten des Sozio-ökonomischen Panels (bereits vergeben)

Ziel der Arbeit soll sein, anhand von Daten des Sozio-ökonomischen Panels zu analysieren, ob sich Effekte auf den Lohn eines Arbeitnehmers feststellen lassen, wenn sein Bildungslevel die Anforderungen an seinen Job übersteigt. Dabei soll die eigene empirische Analyse und die gefundenen Ergebnisse in den Kontext der in der Literatur vorhandenen Theorien und empirischen Untersuchungen gestellt werden.

Startliteratur:

Bauer, T. K. (2002): Educational mismatch and wages: a panel analysis. Economics of Education Review, 21, S. 221-229.

Rebecca Schrader

Kündigungsschutz und Beschäftigung

Die Masterarbeit repliziert die Studie von Stefan Bauernschuster (2013) Dismissmal protection and small firms' hirings: evidence from a policy reform, Small Business Economics 40(2), 293-307 mit den Daten des Betriebspanels und prüft die Erweiterung der Analyse auf zusätzliche Beobachtungsjahre.

Prof. Regina Riphahn, Ph.D.

Die Determinanten des Emigrationsvorhabens aus Deutschland

Basierend auf den Daten des Deutschen Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) ist das Ziel dieser empirischen Arbeit, die angekündigte Bereitschaft Deutschland zu verlassen anhand von individuellen, Haushalts- und regionalen Merkmale der Befragten zu analysieren.

Literatur:
Silke Übelmesser, 2006. "To Go or Not to Go: Emigration from Germany," German Economic Review, 7, 211-231.

Salwan Saif

Die Determinanten des Einbürgerungsvorhabens von Immigranten in Deutschland

Basierend auf den Daten des Deutschen Sozio-ökonomischen Panels (SOEP) ist das Ziel dieser empirischen Arbeit, die Determinanten des Einbürgerungsvorhabens von Immigranten in Deutschland zu analysieren.

Literatur:
Constant, Amelie F. & Gataullina, Liliya & Zimmermann, Klaus F., 2007. "Naturalization Proclivities, Ethnicity and Integration," IZA Discussion Papers 3260, Institute for the Study of Labor (IZA), Bonn.

Salwan Saif

How to get the right job? Assessing the determinants of matching quality for employees

A great deal of labor market research deals with the determinants of job matching quality. Besides evaluating the seminal theoretical and empirical research, the thesis shall discuss different potential measures of matching quality and, based on these, using the panel version of the German labor force survey (Mikrozensus-Panel) empirically assess the determinants of matching quality. Distinguishing between different kinds of job searchers (unemployed, youth, elderly, urban vs. rural areas) or firms (small and medium sized enterprises, industrial or service sector etc.) is possible and may shed light on the underlying mechanisms.

Akerlof, G., A. Rose and Y. Yellen. 1988. "Job Switching and Job Satisfaction in the U.S. Labor Market" Brookings Paper on Economic Activity 2(1988)

Miller, R. 1984. "Job Matching and Occupational Choice" Journal of Political Economy 92(6): 1086-1120

The thesis can be written in English or German language.

Julian Adam

Gender-specific wage growth patterns

This thesis explores gender-specific wage growth and career patterns with data from the Socio-Economic Panel (SOEP) by using panel estimation methods. The results are put in context to theoretical and empirical literature on gender inequality in the labor market.

Literature:

Napari, S. (2009). Gender differences in early-career wage growth. Labour Economics, 16(2), 140-148.

This thesis can be written in German or English language.

 Matthias Collischon

Are wage gaps related to happiness gaps?

This thesis estimates the relation of intra-occupational, intra-industry gender (migrant) wage inequality and self-rated job (and/or life) satisfaction of women (migrants) with data from the Socio-Economic Panel (SOEP).

Literature:

Hopkins, E. (2008). Inequality, happiness and relative concerns: What actually is their relationship?. The Journal of Economic Inequality, 6(4), 351-372.

This thesis can be written in German or English language.

 Matthias Collischon

Der kausale Effekt des Alters bei Übergang zur weiterführenden Schule – eine empirische Analyse mittels Matching Verfahrens

Die international großen Unterschiede im Bildungssystem spiegeln sich auch in der Diskussion wider, ob und wann Schüler abhängig von ihren Fähigkeiten getrennt unterrichtet werden sollten. In Deutschland werden Schüler in der Regel zwischen der 4. und 6. Klasse abhängig von ihrer Leistung auf unterschiedliche weiterführende Schulen aufgeteilt. Ziel dieser Arbeit ist es, theoretisch fundiert und auf Basis früherer Forschungsergebnisse den Effekt des Übergangs nach der 4. versus nach der 6. Klasse zu untersuchen. Mögliche Outcomes sind der Schulabschluss oder die soziale Kompetenz der Schüler.  Es sollte zudem auf Unterschiede aufgrund von soziodemographischen Merkmalen eingegangen werden. Für die empirische Analyse kann das sozioökonomische Panel verwendet werden.

Startliteratur:

Dustmann, C.; P. Puhani und U. Schönberg (2016). The Long-Term Effects of Early Track Choice, forthcoming in: Economic Journal.

Malamud, O. und C. Pop-Eleches (2011). School Tracking and Access to Higher Education among Disadvantaged Groups. Journal of Public Economics, 95, 1538-1549.

 Dominique Lemmermann

 

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